Bald Ende der Trockenheit?

Die anhaltende Trockenheit macht sich immer mehr in der Natur und auch in den Flüssen und Stauseen in Deutschland bemerkbar. Zum Teil liegen die Pegelstände deutlich unter den Mittelwerten, Rekorde werden aber in diesem Jahr bisher nicht erreicht. Nun stellt sich die Wetterlage um und die bisher wetterbestimmende Hochdruckzone macht Platz für atlantische Tiefausläufer mit Regenfällen. Ist damit die Trockenheit tatsächlich beendet?




Nennenswerter Regen fiel in den ersten drei Wochen im September nur im Norden und am Alpenrand. Dazwischen blieb es teilweise komplett trocken.

Regensummen bis Sonntag aus dem ICON-Modell, Quelle: Unwetteralarm

In der Südosthälfte Deutschlands können besonders am Alpenrand und auch von den ostbayerischen Mittelgebirgen bis nach Sachsen zum Teil erhebliche Regenmengen zusammenkommen. Damit dürften die Pegelstände in Donau und Elbe bald langsam wieder ansteigen, die einiger Nebenflüsse sogar deutlicher. Sonst fällt bis zum Sonntag zum Teil nur wenig bis gar kein Regen.

Damit dürften die Pegelstände der meisten Flüsse und Stauseen vor allem in Richtung Südosten bald wieder ansteigen. Ob es sich um einen nachhaltigen Anstieg handelt, ist aber noch völlig offen. Nach Nordwesten hin sieht es anders aus. Auch in Hessen fällt kaum Regen und der Rückgang des Wasserstands im Edersee setzt sich zunächst fort. Mit 218,54 Meter lag der Pegelstand am Dienstagmorgen 26,43 Meter unter Vollstau. Das entspricht einem Füllstand von nur noch 11 Prozent. Der Füllstand der Talsperren im Bereich der Ruhr in NRW liegt derzeit bei 61 Prozent, mit weiter fallender Tendenz. Die Okertalsperre im Harz ist nur noch zu 27 Prozent gefüllt.

Der Oberrhein weist vor allem im Oberlauf derzeit Pegelstände von etwa einem Meter unter dem Mittelwert auf. Weiter flussabwärts liegen die Pegelstände derzeit zum Teil nur noch weniger als einen Meter über den bisherigen Rekorden aus dem Herbst 2018.

Fazit: Die Trockenheit und damit auch das Niedrigwasser endet in einigen Teilen Deutschland in den kommenden Tagen – aber noch nicht überall und möglicherweise nicht nachhaltig. Für Weiteres muss man einfach abwarten.

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