Ende des Niedrigwassers?

Durch die Trockenheit der vergangenen Wochen führen die meisten Flüsse und Stauseen in Deutschland wieder Niedrigwasser. Zwar liegen die Wasserstände in den meisten Gewässern nicht ganz so niedrig wie vor einem Jahr, allzu weit davon entfernt sind sie auch nicht mehr. Der Wasserstand des Edersees in Nordhessen liegt mittlerweile mehr als 24 Meter unter dem Vollstau. Die Vorhersagekarten der verschiedenen Modelle versprechen nun Abhilfe – zumindest in einigen Regionen. Entwarnung beim Niedrigwasser und bei der herrschenden Trockenheit kann damit noch lange nicht gegeben werden.




Am Samstagmorgen lag der Wasserstand des Edersees in Nordhessen bei 220,64 Meter über NN und damit 24,33 Meter unter dem Vollstau. Der Füllstand lag damit bei gerade noch 15 Prozent. Schon vor einiger Zeit wurde die Wasserabgabe an die Oberweser drastisch eingeschränkt, die damit für die Berufsschifffahrt nicht mehr schiffbar ist. Inzwischen ist auch das berühmte Staumauermodell wieder aufgetaucht, es ragt bereits mehr als 40 Zentimeter aus dem Wasser. Vor genau einem Jahr betrug der Wasserstand des Stausees 220,21 Meter und damit nur wenig tiefer. Der Tiefststand wurde im vergangenen Jahr erst 28. Oktober mit 217,83 Meter erreicht.

Im Einzugsgebiet der Ruhr in Nordrhein-Westfalen liegt der Füllstand der Talsperren mittlerweile bei 65 Prozent mit weiter fallender Tendenz. Im Harz ist die Okertalsperre nur noch zu einem Drittel gefüllt.

Bei den Flüssen sieht es nicht viel anders aus. Der Wasserstand des Oberrheins liegt meist einen halben bis einen Meter unter dem Mittelwert für diese Jahreszeit. Nach einem Rekordpegelstand in der vergangenen Woche hatte sich die Elbe zwar leicht erholt, die Wasserstände liegen aber weiterhin nur wenig über den bisherigen Tiefstständen.

Regensummen bis zum Donnerstagmorgen aus dem ICON-Modell, Quelle: Unwetteralarm

Zumindest vorübergehende Entspannung ist im Laufe der neuen Woche zu erwarten. Vor allem im Westen und Süden Deutschlands kommen signifikante Regenmengen zusammen, während es nach Nordosten hin zum Teil noch längere Zeit weitgehend trocken bleibt. Damit dürften viele Pegelstände von Flüssen und Stauseen wieder etwas ansteigen. Ob der Wetterumschwung mit mehreren atlantischen Tiefausläufern eine längerfristige Entspannung bei der Niedrigwasser einleiten kann, ist aber derzeit noch völlig offen.

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