Erste größere Sonnenflecken

Allmählich kommt der neue Sonnenfleckenzyklus in Gang. Erst vor 2,5 Monaten hatte die NASA verkündet, dass nach dem Sonnenfleckenminimum im Dezember 2019 die Aktivität auf unserem Zentralgestirn wieder zunimmt. Nun zeigen sich nach drei größtenteils sonnenfleckenlosen Jahren wieder größere Sonnenflecken mit der Gefahr von stärkeren Sonnenstürmen, aber auch der Chance auf Polarlichter bis in Mittlere Breiten und damit auch in Mitteleuropa. Von der ersten größeren Sonnenfleckengruppe darf man aber auch nicht zu viel erwarten.




Sonnenflecken am Sonntagmorgen (29.11.2020), Courtesy of NASA/SDO and the AIA, EVE, and HMI science teams

Mit bloßem Auge sind die aktuellen Sonnenflecken aber kaum zu erkennen, zumal man – SEHR WICHTIG! – die Sonne NIE ohne einen geeigneten Schutz beobachten sollte, da sonst schwere Augenschäden bis hin zur Erblindung drohen!

Sonnenaktivität am Sonntagmorgen (29.11.2020), Courtesy of NASA/SDO and the AIA, EVE, and HMI science teams

Beim genauen Hinschauen erkennt man, wie es überall auf der Sonnenoberfläche brodelt. Die Sonnenfleckengruppen zeichnen sich vereinfacht dargestellt durch Unterschiede im Magnetfeld aus, die Sonnenstürme hervorrufen können. Dabei werden mit dem so genannten Sonnenwind große Mengen an Teilchen ins Weltall geschleudert, die auf das Erdmagnetfeld treffen können, falls sie erdgerichtet sind. Hier erzeugen sie die bekannten Polarlichter, die sonst nur in den Polarregionen zu sehen sind. Treffen die Teilchen auf Satelliten, können sie aber auch Schäden anrichten. Bei sehr starken Sonnenstürmen sind auch auf der Erde Schäden bei elektrischen und elektronischen Anlagen möglich.

Bei einer Pressekonferenz haben Mitte September die US-Weltraumbehörde NASA und der nationale Wetterdienst NOAA bekannt gegeben, dass auf der Sonne der 25. Sonnenfleckenzyklus begonnen hat. In einem etwa 11jährigen Zyklus schwankt die Sonnenfleckenaktivität. Das bisher letzte Sonnenfleckenminimum trat im Dezember 2019 auf. Damit startete quasi der nächste Sonnenfleckenzyklus. Wegen der großen Schwankungen der Sonnenaktivität dauerte es aber einige Monate, bis klar war, dass ein neuer Zyklus begonnen hat.

Die Sonne wird ständig überwacht und laufend werden Vorhersagen für das Weltraumwetter herausgegeben. Auch die Raumfahrt und die Astronauten sind auf solche Prognosen angewiesen. Satelliten können vor Eintreffen eines Sonnensturms noch mit der kleinsten Angriffsfläche zur Sonne gedreht oder empfindliche Netzwerke auf der Erde heruntergefahren werden. Um solche Vorhersagen erstellen zu können, muss aber erst einmal die Sonnenaktivität mit ihren Schwankungen verstanden werden.

Nachdem das solare Minimum Vergangenheit ist, erwarten Wissenschaftler eine Zunahme der Aktivität bis zum geschätzten Maximum im Juli 2025. Dabei wird aber von einem ähnlich schwachen Verlauf wie beim 24. Zyklus der aktuellen Zählung ausgegangen. Stärkere Sonnenstürme sind aber auch bei geringerer Aktivität der Sonne möglich.

Titelbild: Courtesy of NASA/SDO and the AIA, EVE, and HMI science teams

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