Gewitterlinie mit Sturm am Montag?

Die Sturmlage am morgigen Rosenmontag rückt immer näher und inzwischen wird der Sturm immer wahrscheinlicher. Ein Randtief entwickelt sich auf dem Weg vom Atlantik nach Dänemark zu einem Sturmtief. An dessen Südseite nimmt der zunächst südwestliche Wind in Deutschland stark zu und vor allem an der Kaltfront des Tiefs muss mit Winddrehung auf West mit Böen bis Sturmstärke gerechnet werden. Danach kommt aber erst das eigentlich brisante in Form von Schauern und Gewittern, die sich zu einer Linie formieren und örtlich schwere Sturmböen vorherbringen können. Lokal eng begrenzt besteht also am Montag höchste Gefahr, während zwischen den Schauern und Gewittern wenige Kilometer weiter nur wenig bis nichts passiert.




Signifikantes Wetter am späten Montagvormittag aus dem COSMO-Modell, Quelle: Unwetteralarm

In höhenkalter Luft muss am Montagvormittag vor allem im Nordwesten und Westen mit teils heftigen Schauern und auch Gewittern gerechnet werden, die im Tagesverlauf weitere Landesteile erfassen.

Simulierte Radarechos am Montagmittag aus dem COSMO-Modell, Quelle: Unwetteralarm

Bei sehr starkem Höhenwind kann sich eine Linie aus Schauern und Gewittern bilden, wie hier im COSMO-Modell dargestellt. Beim Durchzug dieser Linie wird der enorm starke Höhenwind örtlich bis zum Boden heruntergemischt, die Folge können lokal eng begrenzt schwere Sturmböen oder auch mehr sein. Wie üblich beim Durchzug einer solchen Gewitterlinie, die auch „squall line“ genannt wird, ist auch die Tornadogefahr etwas erhöht. All dies macht die Entscheidung für die Verantwortlichen der Rosenmontagsumzüge sehr schwer, die Gefahr für alle Beteiligten und Zuschauer ist nicht zu unterschätzen, auch wenn an vielen Orten wenig bis gar nichts passieren sollte. Denn die Schauer und Gewitter mit den heftigen Böen lassen sich höchstens sehr kurzfristig bis gar nicht vorhersagen.

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