Hawaii: Snowboards statt Surfbretter

Mit dem Surfbrett auf meterhohen Wellen reiten oder einfach bei einem Cocktail im Liegestuhl den weltberühmten Surfern zuschauen – so kennt man das Urlaubsparadies Hawaii. Aber wer weiß schon, dass es auf Big Island, der größten Hawaii-Insel, in fast jedem Winter schneit und es sogar ein Skigebiet gibt?




Am 06. Februar würde das Bild von dem Satelliten Landsat 8 aufgenommen. Man erkennt deutlich den Schnee auf den beiden höchsten Bergen. In fast jedem Jahr sind der Mauna Kea und der Mauna Loa (etwa 4.200 Meter hoch) zumindest für ein paar Tage schneebedeckt. In manchen Jahren legt sich eine dicke Schneedecke über die Berge

Seit dem 18. Januar 2021 hat es auf Hawaii dreimal geschneit und seit dem 25. Januar hält sich auf beiden Bergen durchgehend eine Schneedecke. Vorübergehend lag sogar auf dem nur 3.000 Meter hohen Vulkan Haleakalā auf der Insel Maui Schnee.

Die Grafik zeigt den Normalized Difference Snow Index (NDSI) für die erste Februarwoche in den Jahren 2001 bis 2021 für die beiden Berge. Um aus den Satellitendaten auch bei Wolkenbedeckung auf die Schneemengen schließen zu können, hat man diesen Index geschaffen, der mit den Differenzen zwischen Satellitenbildern im sichtbaren und infraroten Bereich arbeitet. Indirekt sieht man damit auch die Schneemengen. Die erste Februarwoche 2021 war die schneereichste Jahr seit 2014 und die zweitschneereichste seit Beginn der Messungen.

Nach Berichten in den Nachrichten und in den Social Media haben sich einige Hawaiianer mit ihren Snowboards und Surfbrettern auf den Weg gemacht, um den Schnee zu genießen. Andere sollen Schnee auf ihren Pickup geladen und ihn zu Freunden gebracht haben. Davon wurden auch einige Fotos verbreitet.

Schnee auf Hawaii wird oft mit dem so genannten „Konatief“ in Verbindung gebracht. Es lässt den Wind von der üblichen Windrichtung Nordost auf Südwest drehen und feuchte, tropische Luft strömt gegen die Berge, wo der Regen in den Hochlagen in Schnee übergeht.

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