Hurrikan LAURA trifft auf USA

Nachdem sich der Hurrikan MARCO vor der Golfküste der USA rasch aufgelöst hat, verstärkt sich nun der Hurrikan LAURA wahrscheinlich zum ersten starken Hurrikan der Saison, während er über dem Golf von Mexiko in Richtung Louisiana und Texas zieht. Erste Auswirkungen an Land wird es bereits am Mittwoch geben, in der Nacht zum Donnerstag trifft auch das Zentrum des Hurrikans auf Land. Es drohen erhebliche Verwüstungen.




Animation der Satellitenbilder von LAURA, Quelle: tropicaltidbits.com

Nördlich der mexikanischen Halbinsel Yucatan formiert sich LAURA immer mehr, die mittleren Windgeschwindigkeiten reichen derzeit bis etwa 120 km/h.

Zugbahnvorhersage des National Hurricane Centers für LAURA

Die weitere Zugbahn lässt den Hurrikan zunächst weiter nach Nordwesten ziehen, bevor er nach Norden eindreht und auf die US-Golfküste trifft. Bis dahin sind die Bedingungen für eine weitere Verstärkung günstig und LAURA kann durchaus die Kategorie 3 (ab 185 km/h maximaler Mittelwind) der fünfteiligen Hurrikanskala erreichen. Hurrikanwarnungen wurden bereits für einen breiten Küstenstreifen ausgegeben (in der Karte rot). Gefahr besteht neben dem Wind vor allem durch eine meterhohe Sturmflut, riesige Wellen, heftige Regenfälle mit weiterer Überschwemmungsgefahr auch im Landesinnern und Tornados.

Laura ist der 12. und Marco war bereits der 13. Sturm der Atlantiksaison. Anders als im Ausnahmejahr 2005 waren die meisten bisherigen Stürme in diesem Jahr nur schwach, bislang konnten sich vier Stürme zu einem Hurrikan verstärken. Offiziell dauert die Hurrikansaison auf dem Nordatlantik von Juni bis November mit dem Höhepunkt in den Monaten von August bis Oktober. Im langjährigen Mittel werden etwa 12 Stürme registriert, davon 6 Hurrikane und davon drei starke Hurrikane mit mittleren Windgeschwindigkeiten von 180 km/h und mehr. Die Prognosen für diese Saison ließen deutlich mehr Stürme erwarten.

Nicht gezählt wurde bisher ein Sturm vor Afrika: Zwischen den Kapverdischen Inseln und der afrikanischen Westküste hatte sich Ende Juli ein tropisches Tief gebildet, das zumindest kurzzeitig auch Sturmstärke erreicht haben dürfte. Beim darauf folgenden Update des National Hurricane Centers war der Sturm bereits wieder schwacher und bekam so keinen Namen. Möglicherweise wird dieser Sturm noch nach dem Ende der Saison zu der Liste für 2020 hinzugefügt.

Titelbild: tropicaltidbits.com

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