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Hurrikan TEDDY erreicht Kanada – Unwetteragentur

Hurrikan TEDDY erreicht Kanada

Der Hurrikan TEDDY wandelt sich zwar derzeit in ein außertropisches Sturmtief um, wird aber noch als Hurrikan der Kategorie 2 geführt. Am Mittwoch trifft er mit Windgeschwindigkeiten bis Orkanstärke und starken Regenfällen auf die kanadische Atlantikprovinz Nova Scotia mit der Stadt Halifax. Gleichzeitig konnte sich der ehemalige Hurrikan PAULETTE sozusagen wiederbeleben und zieht als Tropischer Sturm zwischen den Azoren und den Kanaren in Richtung Madeira. Der Sturm BETA ist inzwischen mit Starkregen in Texas auf Land gezogen.




Animation der Satellitenbilder des Hurrikans TEDDY, Quelle: Tropical Tidbits

Die hoch reichenden Wolken um das Zentrum des Hurrikans TEDDY sind weitgehend verschwunden, der Hurrikan wandelt sich in ein außertropisches Tief um.

Zugbahn des Hurrikan TEDDY, Quelle: National Hurricane Center

Der Hurrikan trifft am Mittwoch auf Novy Scotia und zieht dann weiter nach Nordosten in Richtung Grönland. Er setzt sich in den kommenden Tagen als Sturmtief zwischen Kanada und Grönland fest.

Satellitenbild Atlantik und Ostpazifik, Quelle: NOAA

Gleichzeitig hat sich der ehemalige Hurrikan PAULETTE, der vor gut einer Woche Bermuda überquert hatte und sich danach zu einem Resttief abschwächte, regeneriert und wurde südlich der Azoren erneut zu einem Tropischen Sturm mit mittleren Windgeschwindigkeiten bis fast 100 km/h. Er zieht nun in Richtung Madeira, schwächt sich aber langsam ab.

Inzwischen ist die herkömmliche Namensliste aufgebraucht und mit Alpha und Beta kamen die ersten griechischen Namen zum Einsatz. Als schwacher Sturm löst Beta in Teilen von Texas starke Regenfälle aus. Die nächsten Stürme bekommen ebenfalls Namen aus dem griechischen Alphabet, heißen also Gamma, Delta, Epsilon, Zeta etc.

Wir hatten den Fall schon einmal: Im Jahr 2005 kamen nach dem Durchlauf der Namensliste ebenfalls das griechische Alphabet zum Einsatz, die Stürme/Hurrikane hießen also Alpha, Beta, Gamma, Delta, Epsilon und Zeta. Man darf gespannt sein, bis zu welchem Buchstaben wir in diesem Jahr kommen. Es kann durchaus sein, dass der Rekord mit 28 Stürmen aus dem Jahr 2005 gebrochen wird. Im Jahr 2005 entstand der Sturm Beta mehr als einen Monat später als in diesem Jahr.

Ein Problem ergibt sich, weshalb für die Zukunft vielleicht ein neues Namenssystem für den Atlantik erstellt werden muss. Sind die Auswirkungen durch einen Sturm/Hurrikan besonders schlimm (viele Tote und/oder große Schäden) wird der Sturmname auf Antrag des betroffenen Staates aus den Listen gestrichen und nicht wiederverwendet. Was passiert, wenn nun ein Sturm mit einem Namen aus dem griechischen Alphabet gestrichen werden soll? Eine berechtigte Frage, die bisher nicht geklärt ist. Nach dem aktuellen Stand können solchen Namen nicht ausgemustert werden.

Bisher bildeten sich in diesem Jahr 23 Tropische Stürme, von denen sich 8 zu Hurrikanen und 2 zu starken Hurrikanen entwickelten. Offiziell dauert die Hurrikansaison auf dem Nordatlantik von Anfang Juni bis Ende November mit dem Höhepunkt in den Monaten von August bis Oktober. Im langjährigen Mittel werden etwa 12 Stürme registriert, davon 6 Hurrikane und davon drei starke Hurrikane mit mittleren Windgeschwindigkeiten von 180 km/h und mehr. Die Hurrikansaison 2020 gehört jetzt schon zu den aktivsten seit Beginn der Aufzeichnungen.

Nicht gezählt wurde bisher ein Sturm vor Afrika: Zwischen den Kapverdischen Inseln und der afrikanischen Westküste hatte sich Ende Juli ein tropisches Tief gebildet, das zumindest kurzzeitig auch Sturmstärke erreicht haben dürfte. Beim darauf folgenden Update des National Hurricane Centers war der Sturm bereits wieder schwacher und bekam so keinen Namen. Möglicherweise wird dieser Sturm noch nach dem Ende der Saison zu der Liste für 2020 hinzugefügt.

Titelbild: NOAA

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