Ostseehochwasser höher als erwartet

Das Hochwasser an der deutschen Ostseeküste fiel am Mittwoch deutlich höher aus als von den Modellen und vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie angenommen. An den meisten Küsten stiegen die Wasserstände auf mehr als 1,50 Meter über Normal, in Wismar sogar auf mehr als 1,80 Meter. Dadurch wurden zahlreiche Straßen in Häfen und in Küstennähe überschwemmt. Viele PKW wurden nicht zeitig genug entfernt und standen im Ostseehochwasser. In Lübeck wurde der Priwall abgeschnitten.




Der Anstieg erfolgte sehr schnell. Dies lag unter anderem daran, dass der Wind nach Abzug des Sturmtiefs an den deutschen Küsten auf Nordwest bis Nord drehte mit teils schweren Sturmböen an der Ostseeküste. Dazu kommt der so genannte Badewanneneffekt, da die Ostsee fast wie ein Binnenmeer reagiert. Am Dienstag wurde das Wasser aus der Westlichen Ostsee herausgedrückt und nach Winddrehung kam es um so rascher wieder zurück.

Titelfoto: Leif Klöfkorn, vielen Dank!. Weitere Fotos aus Travemünde sind HIER zu finden.

Wasserstand in Wismar seit Montag, Quelle: Unwetteralarm

In Wismar wurde am späten Nachmittag ein Wasserstand von 6,91 Metern erreicht, das sind 1,87 Meter über Normal und rund 2,40 Meter mehr als noch am Dienstag. In Kiel waren es am frühen Mittwochnachmittag zeitweise 6,67 Meter statt der normalen 5,04 Meter.

Es folgen noch einige Eindrücke aus Flensburg:

Aus Eckernförde:

Aus Kiel:

Aus Lübeck:

Aus Wismar:

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