Ozonloch deutlich gewachsen

Nachdem das so genannte Ozonloch über der Antarktis im vergangenen Jahr auf die geringste Ausdehnung seit Jahrzehnten geschrumpft war, ist es in diesem (Süd-)Frühjahr wieder deutlich angewachsen. Auslöser ist aber anders als in der Vergangenheit mit schädlichen Gasen, die vom Menschen ausgingen, durch eine extreme Wetterlage.




Der Begriff Ozonloch ist dabei nicht ganz korrekt, da es sich nicht um ein echtes Loch handelt, sondern um einen Bereich, in dem die Ozonkonzentration zurückgeht.

Ozonverteilung über der Antarktis am 04.11.2020, Quelle: NASA

Anhaltend kalte Temperaturen und ein extrem ausgeprägtes Polartief unterstützten den Abbau des Ozons in der Ozonschicht im Bereich der Antarktis. Am 20. September 2020 (Titelbild) erreichte das Ozonloch sein zwischen 13 und 21 Kilometer Höhe sein Minimum mit einer Ausdehnung von etwa 24,8 Millionen Quadratkilometer – etwa das Dreifache der Fläche der USA. In der Nähe des Südpols war das Ozon innerhalb einer etwa 6 Kilometer dicken Schicht fast verschwunden.

In den vergangenen 40 Jahren der Satellitenbeobachtung ist es das zwölftgrößte Ozonloch. Die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Ozonloch unter den gegebenen Wetterverhältnissen in früherer Zeit deutlich größer geworden wäre, als noch große Mengen an schädlichem FCKW in die Erdatmosphäre abgegeben wurde. Seit dem Rekordjahr 2000 sanken die Werte für die schädlichen Stoffe um 16 Prozent. Dieses Jahr steht durch die sehr tiefen Temperaturen allerdings in völligem Gegensatz zu 2019, das mit einer Ausdehnung des Ozonloch auf etwa 16,4 Millionen Quadratkilometer deutlich kleiner war. Damit zeigt sich, wie stark sich die Witterung auf die Ozonkonzentration auswirkt.

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