Schneewinter? Nein, Januar bisher sehr mild!

Die erste Hälfte des Monats Januar ist vorbei. Was bleibt uns aus den vergangenen 15 Tagen in Erinnerung? Natürlich die Schneemassen in den Alpen, einschließlich den Auswirkungen durch gesperrte Straßen, Lawinen und Schneebruch sowie einer großen Schneelast auf den Dächern. Man könnte meinen, dass wir es mit einem extrem winterlichen Monat zu tun haben. Die Realität sieht dagegen in den meisten Landesteilen ganz anders aus, der Januar war bisher deutlich wärmer als im langjährigen Mittel, dazu auch nasser und grauer. Die Kälte ab dem Wochenende könnte die Bilanz etwas relativieren.




Temperaturen 01.-15.01.2019 und Abweichung zum Mittelwert 1961-1990 (farbig), Quelle: Bernd Hussing, http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Im Norden Deutschlands war der Januar bisher verbreitet mehr als 4 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1961-1990 und auch im Vergleich zur wärmeren Periode 1981-2010 liegt die Abweichung zum Beispiel für Hamburg immer noch bei 3 Grad. Für einige erstaunlich ist sicherlich, dass es auch im Süden wärmer war als im Mittel, abgesehen von den Alpen. Dass es im Winter im Süden kalt ist, das ist ganz normal, auch dass es dort schneit.

Niederschlagssummen 01.-15.01.2019 und Abweichung zum Mittelwert 1961-1990 (farbig), Quelle: Bernd Hussing, http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Allerdings zeigen die bisherigen Niederschlagsmengen, dass es am Alpenrand und in den Alpen innerhalb kurzer Zeit ungewöhnlich viel geschneit hat. Auf der Zugspitze fielen in den ersten 15 Tagen schon mehr als das Doppelte der durchschnittlichen Niederschlagssumme des gesamten Monats Januar. Ähnlich sieht es im Erzgebirge aus, aber auch sonst war es vielerorts deutlich nasser. Dargestellt sind die Abweichungen zum gesamten Monat.

Sonnenschein 01.-15.01.2019 und Abweichung zum Mittelwert 1961-1990 (farbig), Quelle: Bernd Hussing, http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Wenig überraschend dürften die bisherigen Sonnenstunden sein. Nur im hohen Norden schien die Sonne länger als sonst (Schleswig bisher 59% des gesamten Januarmittels). Extrem grau war es bisher im Erzgebirge mit einer beständigen nordwestlichen oder nördlichen Anströmung. In Zinnwald-Georgenfeld wurden bisher nur 0,4 Sonnenstunden registriert.

Trübes Wetter herrschte häufig in der ersten Januarhälfte, Bildquelle: Achim Otto (ebenso Titelbild)

Sehr grau war der Monat bisher auch im Westen, das Foto von Achim Otto entstand bei Wuppertal im Bergischen Land.

In nächster Zeit dürfte sich aber einiges ausgleichen, da es für einige Tage kälter, aber auch trockener und zumindest gebietsweise sonniger wird.

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