Starkes Erdbeben bei Madeira

Am Samstag hat gegen 21:58 Uhr MEZ (20:58 Uhr Ortszeit) ein starkes Erdbeben den Meeresboden bei der portugiesischen Insel Madeira im Atlantik erschüttert. Das unterseeische Beben erreichte nach vorläufigen Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 5,2. Das Epizentrum lag etwa 35 Kilometer südöstlich der Inselhauptstadt Funchal (ca. 100.000 Einwohner). Der Erdbebenherd befand sich nur rund 5 Kilometer unter der Oberfläche. Das Beben war auf Madeira deutlich zu spüren, es wurden aber nur kleinere Schäden wie Risse in Wänden und mehrere kleine Felsstürze gemeldet. Auch auf einigen Kanareninseln konnte man den Erdstoß leicht spüren. Es war das stärkste Beben so nahe an der Insel seit Beginn der Aufzeichnungen.




Epizentrum des Erdbebens bei Madeira, Quelle: EMSC

Erdbeben mit der Stärke 5 oder mehr waren auf Madeira und in der unmittelbaren Umgebung der Insel bisher nicht bekannt. Mehrere Hundert Kilometer nördlich verläuft eine Bruchzone, die von den Azoren bis zum Mittelmeer reicht. Hier wurden in der Vergangenheit schon mehrere sehr schwere Erdbeben bis zur Stärke 8 registriert. Am 26. Mai 1975 erschütterte ein schweres Beben der Stärke 7,9 den Meeresboden nördlich von Madeira, das Epizentrum lag damals etwa 350 Kilometer von der Insel entfernt.

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