Sturm und Gewitter am Wochenende

Ein kräftiges Sturmtief streift am heutigen Freitag Schottland und zieht am Wochenende über die Nordsee hinweg. Am Sonntag liegt es bereits über Skandinavien. Das zugehörige Sturmfeld hat Schottland erfasst und erreicht am Wochenende in abgeschwächter Form auch Deutschland. Vor allem im Bergland drohen teils schwere Sturmböen, besonders in Schauern und Gewittern muss auch in tiefen Lagen mit Sturmböen um 80 km/h, vereinzelt auch mit schweren Sturmböen um 90 km/h gerechnet werden. Der Sonntag ist an den Küsten noch stürmisch, mit einer größeren Sturmflut ist aber nicht zu rechnen.




Erwartete Windböen am Freitagnachmittag aus dem ICON-Modell, Quelle: Unwetteralarm

Der heutige Freitag ist vor allem in Schottland sehr stürmisch. Auf den Hebriden, einer vorgelagerten Inselgruppe, sowie an der Küste und im Berglands Schottlands gab es bereits Orkanböen bis etwa 150 km/h.

Erwartete Windböen am Freitagnachmittag aus dem COSMO-Modell, Quelle: Unwetteralarm

In Deutschland verläuft der Freitag noch relativ ruhig mit Sturmböen im Bergland und starken bis stürmischen Böen in tiefen Lagen, dies vor allem in der Westhälfte des Landes.

Erwartete Windböen am Samstagmittag aus dem ICON-Modell, Quelle: Unwetteralarm

Tagsüber am Samstag sind vor allem im Bergland verbreitet Sturmböen von 80 bis 90 km/h zu erwarten, in den höchsten Mittelgebirgen drohen wie meist bei solchen Sturmlagen teils orkanartige Böen oder sogar Orkanböen. In tiefen Lagen reicht es meist nur für stürmische Böen.

Signifikantes Wetter am Samstagabend aus dem ICON-Modell, Quelle: Unwetteralarm

Während es bodennah weiterhin sehr mild bleibt, weht ab Samstagabend in höheren Schichten deutlich kältere Luft heran. Damit nehmen die Temperaturunterschiede zwischen der Luft am Boden und der Höhe deutlich zu und im Laufe des Abends und in der Nacht zum Sonntag können kräftige Schauer und auch Gewitter (in der Karte violett) entstehen.

Erwartete Windböen in der Nacht zum Sonntag aus dem COSMO-Modell, Quelle: Unwetteralarm

Gleichzeitig frischt der auf westliche Richtungen drehende Wind deutlich auf mit Sturmböen teils bis in tiefe Lagen, mit Durchzug von Schauern oder Gewittern örtlich auch mit schweren Sturmböen. Nach Nordosten hin ist es dagegen relativ ruhig.

Erwartete Windböen am Sonntagabend aus dem ICON-Modell, Quelle: Unwetteralarm

Am Sonntag treten Sturmböen vor allem noch an den Küsten von Nord- und Ostsee auf sowie im höheren Bergland. An der Nordsee läuft das Hochwasser höher auf als sonst, mit einer größeren Sturmflut ist aber nicht zu rechnen. Zu Beginn der neuen Woche lässt der Wind allgemein wieder nach.

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