Tropengewitter: Brutstätte für Hurrikane

Am vergangenen Donnerstag (17. September) flog die ISS über Zentralafrika hinweg nach Nordosten. Die Bilder der Astronauten über dieser Region zeigen kräftige Gewittersysteme mit der typischen, relativ glatten Wolkenoberseite. In einem Projekt mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Kooperation mit der NASA und den Universitäten Bonn und Bochum werden hier von Zeit zu Zeit interessante ISS-Fotos und Videos vorgestellt.




Unterbrochen wird diese durch kleinere aufgewühlte Bereiche, den Overshooting Tops. Hier sind die Aufwinde so stark, dass sie über die eigentliche Wolkenoberseite hinaus schießen.

Allerdings gibt es hier nicht nur heftige Regenfälle, denn die meisten atlantischen Hurrikane haben ihren Ursprung in Afrika. Durch Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede über Afrika bilden sich sogenannte Tropische Wellen (Tropical Waves) aus, die sich langsam westwärts bewegen. Sie sorgen zunächst für eine erhöhte Gewitteraktivität über dem Festland. Erreichen sie den Atlantik, können sich die Tropischen Wellen über dem warmen Ozean immer weiter verstärken und letztlich zu Tropischen Stürmen und Hurrikanen auswachsen, die auf der anderen Seite des Atlantik die Karibik und das amerikanische Festland bedrohen.

Flugbahn der ISS über Zentralafrika am 17.09.2020, Quelle: Columbus Eye

Copyright Titelbild und Foto: NASA/ KEPLER ISS

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