Update zur Eislage Arktis und Antarktis

Der Sommer in der Arktis mit dem üblichen starken Eisrückgang ist überstanden und das Eis rund um den Nordpol nimmt wieder zu. Wie sieht es aber im Vergleich zum langjährigen Mittel aus? Gerade in den vergangenen Wochen ist das arktische Eis recht schnell gewachsen, die eisbedeckte Fläche liegt aber immer noch deutlich unter dem Mittelwert. In der Antarktis herrscht dagegen Frühling, hier nimmt die Eisbedeckung jahreszeitbedingt ab, allerdings deutlicher als im langjährigen Mittel.




Eisbedeckung in der Arktis, Quelle: National Snow and Ice Data Center

Die eisbedeckte Fläche in der Arktis ist derzeit deutlich kleiner als im Mittel. Besonders im Raum Spitzbergen und bei Alaska ist wesentlich weniger Eis vorhanden als sonst zu dieser Jahreszeit.

Eiskonzentration in der Arktis, Quelle: National Snow and Ice Data Center
Eiszunahme Arktis seit dem Sommer, Quelle: National Snow and Ice Data Center

Das Eis ist gerade in den vergangenen Wochen zumindest schneller als im Jahr 2012 gewachsen, hängt aber immer noch hinter den meisten Jahren hinterher. Im Oktober betrug die eisbedeckte Fläche 6,06 Millionen Quadratkilometer, das ist der dritttiefste Wert seit 1979 und 2,29 Millionen Quadratkilometer unter dem Mittel der Jahre 1981 bis 2010. Allerdings liegt der Wert auch 170.000 Quadratkilometer über dem Wert im Oktober 2012.

Eisbedeckung in der Antarktis, Quelle: National Snow and Ice Data Center

Die eisbedeckte Fläche in der Antarktis erreichte Anfang Oktober die größte Ausdehnung von 18,15 Millionen Quadratkilometer. Dies war das viertiefste Maximum seit Beginn der Satellitenmessungen. Besonders gering war die Eisausdehnung südlich von Australien, südlich von Afrika, in der Bellingshausen und Amundsen See.

Eiskonzentration in der Antarktis, Quelle: National Snow and Ice Data Center

 

Veränderung der Eisausdehnung, Quelle: National Snow and Ice Data Center

Gegenüber dem langjährigen Mittel nimm die eisbedeckte Fläche in der Antarktis stärker ab, dies vor allem in der dritten Oktoberdekade und jetzt im November. Sie liegt noch unter dem vergangenen, bereits eisarmen Jahr.

Insgesamt hinken also sowohl die Arktis als auch die Antarktis deutlich hinter der langjährigen Eisentwicklung hinterher. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre weitgehend fort. In der Arktis wurde zeitweise sogar die Nordostpassage eisfrei, auf der Frachtschiffe eine Abkürzung von Europa nach Ostasien nehmen konnten. Diese neue Schifffahrtsstraße ist stark umstritten und die ökologischen Folgen sind kaum überschaubar.

Ausführliche Informationen zu Unwettern aller Art und anderen Naturgewalten gibt es auf meiner umfangreichen Internetseite:




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.