Zur Lage an den Flüssen und Stauseen

Nach den Regenfällen zu Beginn des Monats waren die meisten Pegel der Flüsse und Stauseen in Deutschland angestiegen. Der Wasserstand entlang des Rheins, der in diesem Jahr lange Zeit Rekordniedrigwasser aufwies, stieg in vielen Abschnitten um 1,5 bis 2 Meter an. Der Wasserspiegel des Edersees in Nordhessen liegt inzwischen mehr als 8 Meter über dem Tiefststand Ende Oktober. Wie geht es nun weiter, wird mit derzeit wieder fallenden Pegelständen Niedrigwasser bald erneut ein Thema?




Niedrigwasser des Rheins

Über Wochen hinweg machte vor allem das Niedrigwasser im Rhein Schlagzeilen, da die Schiffe nicht mehr voll beladen werden konnten und so einzelne Güter wie Kraftstoffe vor allem im Südwesten Deutschlands knapp wurden.

Pegelstand des Rheins in Köln, Quelle: Unwetteralarm

Die aktuelle Lage lässt sich gut am Pegelstand in Köln ablesen: Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg auf rund 3,30 Meter in der zweiten Dezemberdekade sackt der Wasserstand des Rheins aktuell wieder deutlich ab. Nennenswerte Niederschläge blieben in letzter Zeit aus. Inzwischen ist er wieder unter die 2-Meter-Marke gefallen. Ähnlich sieht es an den meisten anderen Flüssen aus. Nach einem vorübergehenden Anstieg, sind die Wasserstände inzwischen wieder gefallen, allerdings sind die derzeitigen Pegelstände weit von den bisherigen Rekorden entfernt. Die Oberweser führt inzwischen wieder Niedrigwasser und wird nur durch verstärkte Wasserabgabe aus dem Edersee schiffbar gehalten. Damit stagniert der Wasserstand im Edersee nun.

An den übrigen Stauseen sieht es ähnlich aus wie am Edersee: Nach einem vorübergehenden Anstieg ist die Tendenz bei vielen Stauseen eher gleichbleibend. Die Stauseen im Ruhrverband in NRW wiesen am Mittwochmorgen einen Füllstand von 47,2 Prozent auf, Tendenz leicht steigend. Der Füllungsgrad der Okertalsperre im Harz liegt derzeit gerade mal bei 24 Prozent. Es fehlt noch überall eine Menge Wasser im Vergleich zum langjährigen Mittel.

Neue Regenfälle zu erwarten

Erwartete Regensummen bis zum Montagmorgen aus dem ICON-Modell, Quelle: Unwetteralarm

In den kommenden Tagen ziehen vom Atlantik her immer wieder Tiefausläufer nach Mitteleuropa. Damit verbunden sind zum Teil stärkere Regenfälle und teilweise kommen flächendeckend mehr als 30 Liter pro Quadratmeter zusammen, in vielen Mittelgebirgen auch 50 Liter und mehr. Damit dürften die Pegel der Flüsse und Stauseen ab dem Wochenende um einiges ansteigen. Ob diese Erholung der Pegelstände nun nachhaltig ist, bleibt abzuwarten, vorerst ist Niedrigwasser jedenfalls kein Thema mehr.

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