Rheinpegel mit neuen Rekorden
Die anhaltende Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands wirkt sich immer mehr in den Pegelständen vieler Flüsse und Stauseen aus. Nachdem die vergangenen Monate bereits trockener ausgefallen als im Mittel, kam auch im Juli besonders im Wten und Südwesten Deutschlands nur sehr wenig Regen zusammen. Auch ist der Zufluss von Schmelzwasser aus den Alpen ist nur gering. Nun wurden an mehreren Orten die bisherigen Allzeitrekorde unterboten, die aber aus dem Herbst stammten. Und Abhilfe ist auch mit einigen Schauern und Gewittern in der neuen Woche vorerst nicht wirklich in Sicht.
Am Pegel in Worms lag der Wasserstand am Samstag mit 10 Zentimetern mehr als einen halben Meter unter dem Rekordwert der Periode 1980 bis 2025 für diese Jahreszeit und etwa 2 Meter unter dem Mittelwert. Der Allzeitrekord vom 20. Oktober 2018 liegt bei 2 Zentimetern. Überlicherweise werden die Tiefststände im Rhein erst im Herbst gemessen, wenn der Schmelzwasserzufluss aus den Alpen deutlich nachlässt. Dort ist aber im vergangenen Winter deutlich weniger Schnee gefallen als im Mittel.
Weiter flussabwärts wurden nun die Allzeitrekorde an ersten Pegeln unerboten. Am Samstagmittag waren es in Köln 67 Zentimeter, der alte Rekord lag bei 69 Zentimetern. Ein neuer Rekord wird auch aus Bonn gemeldet, in Düsseldorf (siehe Titelbild) wurde der hstorische Rekordwert eingestellt. Auch zahlreiche andere Flüsse führen inzwischen recht wenig Wasser.
Update 02.08.2026: Inzwischen wurden an allen offiziellen Rheinpegeln von Bonn bis Rees am Niederhein neue Rekorde registriert.
Wie sieht es an den Stauseen in Deutschland aus? Sehr unterschiedlich. Am Samstagmorgen lag der Wasserstand des Edersees in Nordhessen 22,64 Meter unter dem Vollstau. Der Füllstand lag damit bei gut 18 Prozent. Die Wasserabgabe an die Oberweser wurde inzwischen stark eingeschränkt, sodass diese für größere Schiffe nicht mehr schiffbar ist. Im Einzugsgebiet der Ruhr in Nordrhein-Westfalen liegt der Füllstand der Talsperren mittlerweile bei knapp 81,7 Prozent mit sinkender Tendenz. Im Harz ist die Okertalsperre dagegen nur zu knapp 72 Prozent gefüllt.

Die Wettermodelle rechnen in der neuen Woche zwar mit einigen Niederschlägen, aber eher in Form von Schauern und Gewittern. Damit könnten die Wasserstände wieder leicht ansteigen, aber ein wirkliches Ende der Niedrigwasserlage ist damit nicht in Sicht.
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