Wochenende Tornadogefahr auf der Nordsee?

Die Großwetterlage in Mitteleuropa stellt sich um und hinter einem Tief, das am Freitag von der Nordsee in Richtung Baltikum zieht, strömt deutlich kältere Luft heran. Diese Luft weht über die noch immer relativ warme Nordsee. Durch die großen Temperaturunterschiede zwischen dem Wasser und der vor allem in größeren Höhen sehr kalten Luft entstehen zahlreiche Schauer und auch Gewitter. Bei solchen Wetterlagen ist im Herbst auch die Tornadogefahr auf der Nordsee erhöht, nur der recht frische Wind dürfte die Aktivität eher unterdrücken.




Simuliertes Radarbild Samstag früh aus dem Cosmo-DE-Modell, Quelle: Unwetteralarm

Die Karte aus dem Cosmo-DE-Modell zeigt die zahlreichen Schauer über der Nordsee, die vor allem Ostfriesland und Teile Schleswig-Holsteins erfassen.

Gewitterwahrscheinlichkeit Samstag früh aus dem ICON-Modell, Quelle: Unwetteralarm

Die Wahrscheinlichkeit für einzelne Gewitter ist deutlich erhöht. Allerdings lässt sich nicht vorhersagen, wann und wo genau welche Schauer und Gewitter auftreten. Der Höhepunkt der Schauer und Gewittertätigkeit dürfte in der Nacht zum Samstag und Samstag früh auftreten. Wer dann einen freien Blick auf die Nordsee hat, sollte am Samstagmorgen schon mal genauer hinschauen, wenn ein Schauer oder Gewitter aufzieht, sobald es hell genug dafür ist.

Das Foto zeigt eine ausgeprägte Trichterwolke vor der Insel Langeoog am 10. September 2018.




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