Erinnerungen an große Sturmfluten

Schon seit Jahrhunderten ist es Tradition, nach größeren Sturmfluten an Nord- und Ostsee Markierungen anzubringen oder Gedenktafeln aufzustellen, um an das Leid zu erinnern und zugleich davor zu warnen. Meist wird dabei markiert, wie hoch das Wasser damals gestanden hat. So kann man heute an einigen Orten sehen, wie hoch das Wasser bei zahlreichen Sturmfluten auflief und kann frühere Hochwasser mit heutigen Fluten vergleichen. Inzwischen ist eine umfangreiche Sammlung von Sturmflutmarken zusammengekommen und die Liste wird immer länger.




Sturmflutmarke in Freiburg an der Elbe, Foto: Hartmut Mester

Überschwemmungen gab es im Bereich der Elbe und an den Nebenflüssen (u.a. Stör) besonders bei der Sturmflut im Februar 1962. Im Januar 1976 waren vor allem die Haseldorfer Marsch und zahlreiche Hafenanlagen betroffen. Von beiden Sturmfluten finden sich entlang der Elbe und seinen Nebenflüssen zahlreiche Flutmarken.

Sturmflutmarken in Husumer Hafen, Foto: Thomas Sävert

Die bekannteste Sturmflutmarke befindet sich im Innenhafen von Husum. Die höchste Sturmflut war hier die Flut am 03. Januar 1976. Damals wurden vor allem im nördlichen Teil der schleswig-holsteinischen Nordseeküste die bislang höchsten Wasserstände gemessen. Erst mit erheblichem Abstand folgen die Fluten der Jahre 1962, 1981 und 1825. Nach der Fertigstellung des Eidersperrwerkes im Jahre 1973 war die Stadt Tönning im Januar 1976 nicht mehr betroffen.

Sturmflutmarken in Hamburg, Miniatur-Wunderland

Sogar im Miniatur Wunderland in Hamburg wird mit detailgetreuen Flutmarken an vergangene Sturmfluten erinnert. Zwei Miniaturtafeln weisen auf die beiden verheerenden Sturmfluten in den Jahren 1825 und 1855 hin.

Zahlreiche weitere Sturmflutmarken, auch an der Ostseeküste sind hier zu finden: Sturmflutmarken

Titelbild: Hartmut Mester, Sturmflutmarke in Freiburg an der Elbe

Ausführliche Informationen zu Unwettern aller Art und anderen Naturgewalten gibt es auf meiner umfangreichen Internetseite:




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