Hoch bröckelt – Niedrigwasser bleibt

Die stabile Hochdruckwetterlage schwächelt an diesem Wochenende etwas. Dennoch können sich atlantische Tiefausläufer nur schwer gegen das Hoch mit Zentrum über Osteuropa durchsetzen und Wolkenfelder erreichen gerade mal die Region zwischen der Nordsee und dem Saarland sowie das westliche Baden-Württemberg. Dies ändert sich aber nach neuesten Berechnungen der Wettermodelle. In der Nacht zum Montag fällt im äußersten Westen und Südwesten etwas Regen, während sich über Südwesteuropa ein kräftiger Tiefdruckwirbel festsetzt. Von ihm ausgehend breitet sich ein Feuchtefeld zum Dienstag nach Deutschland aus und tagsüber am Dienstag entsteht hier sogar ein kleines Tiefdruckgebiet, das allerdings zur Wochenmitte nach Osten abzieht. Dann setzt sich voraussichtlich wieder Hochdruckeinfluss bei uns durch.




Wetterlage und Niederschläge (grün) bis zum 17. März (Donnerstag) aus dem ICON-Modell, Quelle: Tropical Tidbits

Das aktuelle Hoch NOE schwächt sich rasch ab. Ein erster schwacher Tiefausläufer bringt nur im Westen und Nordwesten geringe Niederschläge. Anders sieht es am Dienstag aus, wenn sich ein Regengebiet über dem Westen und Südwesten Deutschlands bildet sich über weite Landesteile ausbreitet. das entstehende kleine Tief zieht aber bis zu Nacht zum Mittwoch nach Polen ab. Dahinter verstärkt sich nach dem derzeitigen Stand der Berechnungen wieder der Hochdruckeinfluss im ganzen Land.

Niederschläge bis zum 16. März (Mittwoch) aus dem ICON-Modell, Quelle: Tropical Tidbits

Meist kommen am Montag und Dienstag nur wenige Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. In der Eifel sind auch Mengen um 15 Liter möglich. Dies ändert aber nichts an der herrschenden Trockenheit und nach den Regenfällen kann der Boden rasch wieder austrocknen, zumal dann der Ostwind deutlich zunehmen könnte. Eine Westwetterlage mit durchziehenden atlantischen Tiefs und deren Ausläufern ist derzeit nicht zu erwarten.

Titelbild: Thomas Sävert, Rhein zwischen Bonn und Köln

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