Sturm FIONA in der Karibik

Die nordatlantische Hurrikansaison befindet sich derzeit auf ihrem Höhepunkt. Da ist es auch keine Überraschung, dass aktuell der Tropensturm FIONA durch die Karibik zieht. Allerdings hat der Sturm es in sich. Denn aktuell verstärkt er sich in der nordöstlichen Karibik und kann schon in den nächsten Sturnden zum dritten Hurrikan der Saison mit Windgeschwindigkeiten von 120 km/h und mehr sowie noch deutlich stärkeren Böen werden. Auf seinem Weg nach Westen bis Nordwesten dürfte er die Insel Puerto Rico zumindest streifen und in der Nacht zum Montag die Dominikanische Republik voll treffen. Es drohen erhebliche Schäden durch den Wind, eine Sturmflut und heftige Regenfälle mit der Gefahr von Überschwemmungen und lebensgefährlichen Erdrutschen.




Animation der Satellitenbilder des Sturms FIONA, Quelle: Tropical Tidbits

Ein gewaltiger Cluster aus Gewittern hat sich über dem Nordosten der Karibik zusammengeballt. Ein Auge ist im Zentrum des Sturms derzeit noch nicht zu erkennen. Über sehr warmem Wasser mit Temperaturen bis 30 Grad und bei schwachem Höhenwind sind die Bedingungen günstig, dass sich der Sturm zu einem Hurrikan verstärken kann, der auf die Insel Puerto Rico (ca. 9.100 Quadratkilometer, zum Vergleich: Saarland mit etwa 2.750 Quadratkilometer) und dann auf die Dominikanische Republik (in der Animation am Bildrand links oben) zusteuert.

Erwartete Zugbahn des Sturms FIONA, Quelle: NHC

Nach der Vorhersage des National Hurricane Centers in Florida soll FIONA als Hurrikan den Ostteil der Insel Hispañola bestehend aus Haiti im Westen und der Dominikanischen Republik im Osten treffen. Hier und auch auf Puerto Rico drohen vor allem heftige Regenfälle mit Regensummen von verbreitet 100 bis 200 Liter pro Quadratmeter, örtlich sind auch mehr als 300 Liter an einem einzigen Tag möglich. Zum Vergleich: Dies entspricht mehr als der Hälfte der durchschnittlichen Regenmenge in Berlin. Dadurch besteht die Gefahr von Überschwemmungen und auf den bergigen Inseln von gefährlichen Erdrutschen.

Danach dürfte FIONA nach Norden eindrehen und auf den offenen Atlantik hinausziehen. Noch bleibt abzuwarten, wie viel von dem Sturm übrig bleibt, die meisten Stürme schwächen sich bei der Überquerung der Insel Hispañola deutlich ab oder fallen komplett auseinander. Wenn die Zirkulation von FIONA erhalten bleibt, könnte daraus im weiteren Verlauf ein starker Hurrikan werden.

Gleichzeitg erreicht der schwache Sturm LESTER die mexikanische Westküste bei Acapulco. Hier drohen vor allem in den Bundesstaaten Oaxaca, Guerrero, Michoacan, Colima und Jalisco stärkere Regenfälle, örtlich sind auch hier 300 Liter pro Quadratmeter möglich.

Titelbild: Tropical Tidbits

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