Supertaifun vor den Philippinen

Auf dem Nordwestpazifik hat sich der Sturm SURIGAE im Seegebiet östlich der Philippinen zu einem Supertaifun verstärkt. Derzeit weist er mittlere Windgeschwindigkeiten bis etwa 240 km/h auf mit geschätzten Böen bis Nähe 300 km/h und er könnte sogar noch etwas stärker werden. Die signifikante Wellenhöhe im Bereich des Taifuns beträgt bis zu 12 Meter, wobei sich einzelne Wellen noch deutlich höher auftürmen können.

Das Satellitenbild zeigt das ausgeprägte Auge im Zentrum des Taifuns. Am linken Bildrand erkennt man die Philippinen.

Die Bedingungen für die Entwicklung und Verstärkung eines Taifuns sind in der Region derzeit extrem günstig. Störender Höhenwind ist praktisch nicht vorhanden und die Wassertemperaturen liegen bei 29 bis 30 Grad. Der Taifun würde damit zum ersten Supertaifun des Jahres. Davon spricht man, wenn die höchsten mittleren Windgeschwindigkeiten mindestens 240 km/h betragen.

Die Zugbahnkarte zeigt, dass der Taifun nach Nordwesten und Norden eindrehen soll. Durch ein Tief in den Mittleren Breiten wird das subtropische Hoch geschwächt und macht Platz für den Taifun. So entkommen die Philippinen sehr wahrscheinlich den höchsten Windgeschwindigkeiten, wenn auch starke Regenfälle Teile der Inselgruppe überschwemmen und meterhohe Wellen auf die Ostküste vor allem der Hauptinsel Luzon treffen. Weiteres Land ist derzeit nicht akut bedroht.

Die Taifunsaison auf dem Nordwestpazifik läuft – anders als auf dem Nordatlantik – das ganze Jahr hindurch. Die Hauptsaison dauert aber von Mai bis November. Sehr viele Taifune drehen am Rande des subtropischen Hochs nach Norden ein, treffen auf Taiwan, China, Korea oder Japan oder bleiben ganz auf See. Im Oktober und besonders im November werden die Philippinen und Vietnam häufiger von starken Taifunen getroffen. Dann blockieren Hochdruckgebiete den Weg nach Nordwesten und Norden und die Stürme werden mehr oder weniger direkt nach Westen gelenkt. Anfang November 2013 gab es durch den Supertaifun HAIYAN Tausende Tote auf den Philippinen.

Der erste Sturm des Jahres 2021 mit dem Namen Dujuan erreichte im Februar unter Abschwächung die Philippinen. Im Norden der Insel Mindanao gab es schwere Überschwemmungen. Mindestens ein Mensch kam ums Leben, vier weitere galten als vermisst.

Titelbild: Joint Typhoon Warning Center (JTWC)

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