Zyklon EMNATI bedroht Madagaskar

Erst rund zwei Wochen ist es her, als der verheerende Zyklon BATSIRAI Teile Madagaskars verwüstete. Nun droht neues Unheil, auf dem südlichen Indischen Ozean hat sich der Zyklon EMNATI gebildet. Er zieht auf einer ähnlichen Bahn wie sein Vorgänger zunächst knapp nördlich an Mauritius vorbei und trifft dann auf die bereits schwer getroffene Ostküste von Madagaskar. Erneut drohen schwere Schäden durch den Wind, eine Sturmflut und heftige Regenfälle. Kurz vor Erreichen der Insel könnte sich der Zyklon aber etwas abschwächen über dem von BATSIRAI aufgewühlten und damit etwas abgekühlten Wasser.




Satellitenbilder des Zyklons EMNATI, Quelle: RAMMB/NOAA

Die Animation der Satellitenbilder vom Mittwoch zeigt den Zyklon, in dessen Zentrum sich hoch reichende Gewitterwolken (gelb bis grau) formieren, ein ausgeprägtes Auge ist aber noch nicht zu erkennen.

Erwartete Zugbahn des Zyklons EMNATI, Quelle: Joint Typhoon Warning Center

Der Zyklon zieht weiter in Richtung Südwesten und dürfte am kommenden Dienstag auf Madagaskar treffen. Was danach passiert, ist aber noch völlig offen. Man muss zunächst abwarten, wie viel von dem Sturm nach Überquerung der bergigen Insel übrig bleibt. Erst vor zwei Wochen löste der Zyklon BATSIRAI eine schwere Katastrophe auf der Insel Madagaskar aus, betroffen war in etwa dieselbe Region, in die auch der Zyklon EMNATI ziehen könnte.

Die Zyklonsaison auf dem südlichen Indischen Ozean dauert etwa von Dezember bis April. Erst 10 Tage vor Batsirai traf der erste Tropensturm in dem Seegebiet mit dem Namen ANA auf die Insel Madagaskar und danach auf die Küste von Mosambik und löste schwere Überschwemmungen aus.

Titelbild: JTWC

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