Vor 20 Jahren: Lawine in Galtür

Der Lawinenwinter 1999 machte weltweit Schlagzeilen: 31 Menschen kamen im österreichischen Wintersportort Galtür ums Leben, als am 23. Februar 1999 nach tagelangen, massiven Schneefällen eine riesige Lawine mitten in den Ort hineinschoss. Weitere Lawinen gingen in anderen Regionen nieder. In den Tagen danach wurden in einer Luftbrücke tausende Menschen mit Hubschraubern aus bedrohten und eingeschlossenen Skigebieten ausgeflogen.




Galtür mit dem Turm der Katholischen Pfarrkirche Maria Geburt

Auslöser war eine sich wiederholende Wetterlage, die starke Schneefälle in den Alpen auslöste. Ende Januar und zweimal im Februar zogen wiederholt kräftige Tiefdruckgebiete vom Nordmeer nach Skandinavien. Damit baute sich eine nordwestliche Strömung auf, mit der sich Niederschlagsgebiete an den Alpen stauten und hier gebietsweise extreme Schneemassen brachten. In Galtür fielen bis zum 23. Februar rund 4 Meter Neuschnee, oberhalb des Tals noch mehr. Durch starken Wind wurde zudem immer wieder viel Schnee in den Bereich oberhalb von Galtür verfrachtet. Durch die Pausen zwischen den Starkschneefallereignissen konnte sich Schnee zwischenzeitlich etwas setzen und blieb halbwegs stabil – bis zum 23. Februar 1999. Mit einer Geschwindigkeit bis etwa 250 km/h ging die Lawine gegen 16 Uhr ins Tal ab und zerstörte hier zahlreiche Häuser. Mehr als 50 Menschen wurden verschüttet, davon konnten aber innerhalb kurzer Zeit etwa 20 gerettet werden. Zahlreiche weitere Lawinen gingen zu Tal, darunter eine verheerende Lawine in Valzur. Insgesamt kamen hier und in Galtür 38 Menschen ums Leben.

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