Naturgewalten-Rückblick 2025

Auch in 2025 setzt sich der globale Erwärmungstrend ungebremst fort und das Jahr gehört zu den wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn. Erneut wurden zahlreiche Naturkatastrophen registriert, teils mit verheerenden Folgen. Weltweit haben Naturkatastrophen 2025 nach Angaben der Münchner Rückversicherung Munich Re geringere Schäden als im Vorjahr verursacht, besonders Schwergewitter in Nordamerika, schwere Überschwemmungen in Asien und verheerende Waldbrände in den USA trugen zu einer Gesamtschadensumme von etwa 224 Milliarden US-Dollar bei (Vorjahr: 320 Mrd., 2023: 250 Milliarden). Davon waren etwa 108 Milliarden versichert (Vorjahr: 140 Milliarden, 2023: 95 Milliarden). Der Gesamtschaden lag deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre, ebenso die versicherten Schäden (Mittel: 61 Mrd. US-Dollar). Von den Gesamtschäden wurden 92 Prozent durch wetterbedingte Katastrophen hervorgerufen, von den versicherten Schäden sogar 97 Prozent.



Etwa 17.200 Menschen kamen 2025 durch Naturkatastrophen ums Leben und damit deutlich mehr als im Vorjahr (11.000) und etwa so viel wie im Mittel der vergangenen 10 Jahre. Das Mittel der vergangenen 30 Jahre liegt bei 41.900 Toten.

Erstmals seit 10 Jahren entgehen die USA einem Direkttreffer durch einen starken Hurrikan, der die Schadenssummen und möglicherweise auch die Opferzahlen deutlich in die Höhe getrieben hätte. Allzu leicht hätte ein Rekordschadensjahr eintreten können. Dabei begann das Jahr direkt mit einer großen Katastrophe, als im Großraum Los Angeles riesige Brände tobten.

Die größten Schäden verursachten die Brände im Großraum Los Angeles zu Beginn des Jahres. Die Gesamtschäden beliefen sich auf etwa 53 Milliarden US-Dollar, davon waren etwa 40 Milliarden versichert. Damit war es die teuerste Brandkatastrophe überhaupt. Außerdem kamen durch die Brände 30 Menschen ums Leben.

Die tödlichste und zweitteuerste Naturkatastrophe des Jahres 2025 ereignete sich am 28. März in Myanmar. Durch ein Erdbeben der Stärke 7,7 kamen in und um die Millionenstadt Mandalay mehr als 5.400 Menschen ums Leben und es entstanden Schäden in Höhe von etwa 12 Milliarden US-Dollar. Davon war nur ein minimaler Teil versichert. An Dritter Stelle in der Rangliste sind Schwergewitter in den USA zu finden mit Gesamtschäden von etwa 9,4 Milliarden US-Dollar und versicherten Schäden von rund 7 Milliarden US-Dollar.

Sehr ungewöhnlich verlief die Hurrikansaison auf dem Nordatlantik, wo sich drei Hurrikane der höchsten Kategorie (ab ca. 260 km/h) bildeten – so viele wie seit 20 Jahren nicht. Einer der katastrophalen Hurrikane – MELISSA – traf auf Jamaika und später auf den Osten Kubas. Der Hurrikan richtete Schäden in Höhe von etwa 9,8 Milliarden US-Dollar an, von denen nur rund 3 Milliarden versichert waren. Erstmals seit 10 Jahren traf dagegen kein Hurrikan auf die US-Küste, da die meisten Stürme zeitig nach Norden und Nordosten abdrehten. Im Nordwestpazifik war Japan weniger von tropischen Wirbelstürmen betroffen, dafür vor allem der gesamte Raum von den Philippinen bis nach Vietnam und teils sogar Indonesien und Thailand. Hier fiel der Monsunregen zudem stärker aus als im Mittel. Die Gesamtschäden durch tropische Wirbelstürme lagen in 2025 bei etwa 37 Milliarden US-Dollar, davon waren nur 6 Milliarden versichert. Die Zahlen liegen wegen fehlender Hurrikane in den USA deutlich unter dem Durchschnitt.

Der gesamte, sehr ausführliche Rückblick ist hier zu finden:

Naturgewalten-Rückblick 2025

Ausführliche Informationen zu Unwettern aller Art und anderen Naturgewalten gibt es auf meiner umfangreichen Internetseite:




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert