Der Hochdruckblock hält vorerst

Eine so stabile Wetterlage hatten wir in Europa schon lange nicht mehr. Atlantische Tiefs beißen sich derzeit die Zähne an dem Hochdruckblock aus und erreichen Mitteleuropa erst am Wochenende in stark abgeschwächter Form. Die Strömung dreht mehr auf südliche Richtungen und es weht allmählich wärmere Luft nach Mitteleuropa. Damit hält auch die derzeitige Trockenheit vorerst an und die Pegelstände der deutschen Flüsse fallen allgemein. Dies ist war noch alles andere als besorgniserregend, aber für die Jahreszeit recht ungewöhnlich. So fehlt im Oberrhein schon etwa ein Meter Wasser gegenüber den Mittelwerten zu dieser Jahreszeit. Ein Ende der Hochdruckwetterlage ist vorerst nicht zu erwarten.




Wetterlage und Niederschläge (grün) bis zum 16. März (Mittwoch) aus dem ECMWF-Modell, Quelle: Tropical Tidbits

Das aktuelle Hoch MARTIN schwächt sich über Mitteleuropa zwar deutlich ab, aber es bekommt zugleich Verstärkung durch das neue Hoch NOE über Osteuropa. Dieses setzt sich für eine Weile fest und verlagert seinen Schwerpunkt ins östliche Mitteleuropa. Atlantische Tiefausläufer rennen dagegen an, können sich aber nicht wirklich durchsetzen. Lediglich deutlich abgeschwächte Überreste schaffen es am Wochenende bis ins westliche Mitteleuropa. Eines der Atlantiktiefs wird am Wochenende zu einem kräftigen Sturmtief, das Irland erreichen könnte. Außerdem lassen die Modelle zum Wochenwechsel ein kräftiges Tief im Raum Südwesteuropa entstehen.

Niederschläge bis zum 16. März (Mittwoch) aus dem ECMWF-Modell, Quelle: Tropical Tidbits

Mit dieser Wetterlage sind in Südwesteuropa teils kräftige Regenfälle zu erwarten. Nur ganz geringe Regenmengen zeigt das Modell der europäischen Vorhersagezentrale im äußersten Westen Deutschlands, ansonsten bleibt es weiter trocken. Damit dürften die Wasserstände der Flüsse in Deutschland in nächster Zeit weiter fallen, zumal aus den Bergländern kein allzu großer Nachschub aus Schmelzwasser dazukommt. Die Stauseen sind überwiegend gut gefüllt, wie es zu dieser Jahreszeit auch zu erwarten ist. Der Füllstand der Talsperren im Einzugsgebiet der Ruhr in NRW liegt derzeit bei 93 Prozent, ebenso der Füllstand des Edersees in Nordhessen, während die Stauseen im Harz überwiegend zu 80 bis 90 Prozent gefüllt sind. Hier gibt es also auch für den Sommer vorerst noch eine größere Reserve.

Titelbild: Achim Otto

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