Hurrikan FIONA zieht nach Kanada

In den vergangenen Tagen hat der Hurrikan FIONA auf der Karibikinsel Puerto Rico und in der Dominikanischen Republik große Schäden angerichtet. In Puerto Rico fiel flächendeckend der Strom aus. Danach verstärkte sich der Hurrikan erheblich und erreicht aktuell mit mittleren Windgeschwindigkeiten bis etwa 215 km/h und noch deutlich stärkeren Böen die Kategorie 4 auf der fünfteiligen Hurrikanskala. Unter langsamer Abschwächung zieht FIONA nach Norden und trifft am Samstag auf die kanadische Atlantikprovinz Nova Scotia, wo neben dem Wind in Hurrikanstärke auch Starkregen und meterhohe Wellen drohen.




Animation der Satellitenbilder des Hurrikans FIONA, Quelle: Tropical Tidbits

Die Animation der Satellitenbilder zeigt noch Recht deutlich das Auge im Zentrum des Hurrikans, umgeben von der „Eyewall“ – dem Ring mit den schlimmsten Wettererscheinungen. Der Luftdruck im Auge wird mit 934 Hektopascal angegeben – gemessen von den Hurricane Hunters, die mit einem speziell umgebauten Flugzeug in den Hurrikan fliegen. Auf unseren handelsüblichen Barometer sucht man einen solch niedrigen Wert vergeblich.

Erwartete Zugbahn des Hurrikans FIONA, Quelle: NHC

Betroffen ist vor allem der weniger dicht besiedelte Ostteil der Provinz Nova Scotia. Während der Hurrikan Nova Scotia überquert, wandelt er sich in ein Orkantief der mittleren Breiten um, das am Wochenende über den Golf von St. Lawrence und weiter nach Norden bis Nordosten zieht.

Mitten auf dem Atlantik wirbelt aktuell noch der Tropensturm GASTON mit mittleren Windgeschwindigkeiten bis etwa 100 km/h und Böen bis Hurrikanstärke. Der Sturm trifft am Samstag auf die westlichen und zentralen Inseln der Azoren, die alle paar Jahre einen Sturm oder Hurrikan abbekommen.

Gleich drei weitere Wettersysteme werden derzeit vom National Hurricane Center in Miami/Florida beobachtet. Eine tropische Welle zieht derzeit durch die Karibik, aus ihr könnte sich in den kommenden Tagen ein neuer Sturm oder Hurrikan entwickeln, allerdings gibt es noch große Unsicherheiten. Auf dem Ostatlantik und direkt an der afrikanischen Westküste befinden sich zwei weitere verdächtige Systeme.

Titelbild: Tropical Tidbits

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