Zyklon EMNATI trifft auf Madagaskar

Unter Verstärkung zog der Zyklon EMNATI am Wochenende dicht nördlich an Mauritius vorbei in Richtung Südwesten. Die mittleren Windgeschwindigkeiten reichen inzwischen bis etwa 200 km/h mit geschätzten Böen bis etwa 250 km/h. Der starke Zyklon nähert sich nun der Ostküste Madagaskars und dürfte am Dienstag auf die Insel treffen. Es drohen nur rund zwei Wochen nach dem verheerenden Zyklon BATSIRAI erneut schwere Schäden durch den Wind, eine meterhohe Sturmflut und heftige Regenfälle.




Satellitenbilder des Zyklons EMNATI, Quelle: RAMMB/NOAA

Die Animation der Satellitenbilder vom Montag zeigt den Zyklon mit einem kleinen, aber ausgeprägten Auge im Zentrum.

Erwartete Zugbahn des Zyklons EMNATI, Quelle: Joint Typhoon Warning Center

Die Zugbahnkarte zeigt, dass sich EMNATI weiter in Richtung Südwesten bewegt. Im Laufe des Dienstags trifft er auf die Küste von Madagaskar. Über der bergigen Insel dürfte sich der Zyklon rasch abschwächen. Erst vor zwei Wochen löste der Zyklon BATSIRAI eine schwere Katastrophe auf der Insel Madagaskar aus, betroffen war in etwa dieselbe Region, in die auch der Zyklon EMNATI zieht.

Die Zyklonsaison auf dem südlichen Indischen Ozean dauert etwa von Dezember bis April. Erst 10 Tage vor Batsirai traf der erste Tropensturm in dem Seegebiet mit dem Namen ANA auf die Insel Madagaskar und danach auf die Küste von Mosambik und löste schwere Überschwemmungen aus. Damals war vor allem die Region um die Hauptstadt Antananarivo.

Titelbild: JTWC

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