ISS: Kármánsche Wirbelstraße

Am 01. Oktober 2022 flog die Internationale Raumstation ISS über die Galapagosinseln im Ostpazifik hinweg. In den Wolkenstrukturen, die von der Raumstation gut zu erkennen sind, zeigt sich ein Muster aus Wirbeln, die hinter den bis zu 1700 m hohen Vulkanbergen entstehen. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Kármánsche Wirbelstraße. In einem Projekt mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Kooperation mit der NASA und den Universitäten Bonn und Bochum werden hier von Zeit zu Zeit interessante ISS-Fotos und Videos vorgestellt.




Solche Kármánsche Wirbelstraßen entstehen, wenn die Luft um ein hohes Hindernis herum strömen muss. An der Rückseite der Inseln bilden sich Wirbel, die mit der Strömung mit transportiert werden und oft mehrere Hundert Kilometer lange Bänder bilden.

Wenn sich wie in diesem Fall Wolken in der Atmosphäre befinden, werden die Wirbel sichtbar. So können Kármánsche Wirbelstraßen von der ISS aus immer wieder beobachtet werden. Gerade im Bereich der Galapagosinseln werden die Wirbelstraßen häufig gesichtet, bekannt sind sie unter anderem auch im Lee der Insel Jan Mayen im Nordpolarmeer. Die Wirbelstraßen wurden im Jahre 1911 von dem Physiker Theodore von Kármán erstmals nachgewiesen.

Flugbahn der ISS bei den Galapagosinseln am 01.10.2022, Quelle: Columbus Eye

Copyright Titelbild und Foto: NASA/ KEPLER ISS

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